Komplementär heisst „kompletierend, also „vervollständigend.
Jede Farbe, resp. jede Nuance hat eine bestimmte Komplementärfarbe. Sie liegt immer gegenüber Mittelgrau, mit gleichem Abstand.
Zwei Komplementärfarben ergeben immer Mittelgrau.
Wird eine Farbe „verschattet“ heisst das, dass sie sich in Richtung Komplementär verändert. Sie verunbuntet dabei. Nicht die Beimischung von Mittelgrau führt zur Verschattung, sondern die Veränderung mit der Komplementärfarbe.
Eine grüne Wiese weist zum Beispiel einen beachtlichen Anteil Rot im Schattenbereich auf.
Eine farbige Fäche, gleich welcher Art, tendiert immer zur Komplementrfarbe. So beinhaltet z.B. eine gelbliche Wandfarbe immer mehr oder weniger Mittelviolett. Rauhe Oberflächen mehr, glänzende Oberflächen weniger.
Falsch ist, wenn Verschattungen mit Schwarz verdunkelt werden. Dies führt zu einer regelrechten „Verschmutzung“ der Farbe. Erstaunlich ist, dass die meisten Computerprogramme genau dies machen.
In der ernsten Malerei wird Schwarz nur dann eingesetzt, wenn die Komplementärverschattung mangels Pigmentqualität zu wenig dunkel ausfällt.
Jede Farbe lebt von seiner Gegenfarbe!
somit kommen in den meisten Farben und Nuancen immer alle drei Primärfarben vor. Es ist nur eine Frage der Mengen.