LICHT UND FARBEN
Licht ist eine Form von Energie, die aus der Kernfusion hoher Dichten frei wird. Unsere Sonne bildet zum Beispiel eine solche Masse, die sich quasi selbst zusammendrückt und dabei ihre Wasserstoffatome zu Helium umwandelt.
Als Energiestrahl gelangen diese Wellen, resp. Teilchen mit Lichtgeschwindigkeit entweder durch die Atmosphäre gefiltert auf unsere Erde oder sie dringen in die Unendlichkeit des Raumes ein.
Diese Energieteilchen, so genannte Photonen, treffen irgendwann auf andere Energieformen wie Materie, resp. durch oder auf deren „Oberfläche“. Dort vermögen diese Photonen die der Materie zugehörenden Elektronenteilchen der Atome in eigenartiger Weise zu verändern:
Sie reichern die Elektronen energetisch an, wobei die Photonen selbst ihre Energie verlieren. Sie geben also ihre Energie weiter. das angereicherte Elektron springt dann plötzlich und für eine ganz kurze, kaum messbare Zeit in einen vorbestimmten, höheren Energiezustand (wie eine höhere Umlaufbahn um den Atomkern), wobei es Energie verliert und wieder sprunghaft an seinen alten Ort zurückkehrt. Die dabei frei werdende Energie äussert sich als „Abstrahlung“. Diesen sprunghaften Wechsel nennt man Quantensprung und alle daraus abgeleiteten Theorien und Praktiken „Quantenphysik“.
Die Materie ermüdet und verliert mit der Zeit diese „Sprungfähigkeit“. Die Farben „verbleichen“.
Lichtenergie ist mit unserem Sehorgan nur dann wahrnehmbar, wenn die Strahlen direkt in unser Auge treten um dort auf der Hornhaut kleine elektrische Reize auszulösen, die dem Hirn weitergeleitet werden.
Die Materie selbst entnimmt also aus dem „Licht“ seine verwertbare Energie und entlässt den „Rest“.
Das für uns „Sichtbare“ ist demzufolge nur der „Abfall“ eines komplexen Energieaustausches im atomaren Bereich. Dieser Vorgang ist ein Teilbereich der Quantenphysik. Wir sehen also „nur“ Abfall-Licht, so genannte Reflektionen.
Die Frage, welche Farbe eine rote Tomate am Tag und in der Nacht hat ist nach diesem kurzen Exkurs gar nicht mehr so einfach zu beantworten. Am Tag erscheint uns die Tomate zwar als „Rot“, rep. als „Rotreiz“, aber in Wahrheit besteht die Oberflächenenergie aus dem Restlicht von Rot, also aus grünem Licht. Wir sehen ja nur den reflektierten „Abfall“.
Auch die zweite Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn auf die Tomate keine Energieteilchen stossen, hat sie demzufolge auch keine Farbe. Wir sehen die Tomate bei Nacht also deshalb nicht, weil sie tatsächlich keine Farbe hat und nicht, weil unser Auge nichts sieht.
Erst das Licht verleiht der Materie die Farbe
Martin Egli